| Exklusiv: Neue Baubilder vom NRW-Ausweichsitz |
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| Donnerstag, 04. Februar 2010 | |
Erweiterung der Foto-Dokumentation unter www.bunker-doku.de
![]() Erstmals öffentlich: Bilder von der Bunkerbaustelle in Urft. Über 1.100 Fotos in den Galerien von www.ausweichsitz.de und mehr als 400 Fotografien unter www.bunker-doku.de, jedes einzelne davon beschriftet und erklärend: Über Jahre konnte eine umfassende Bild-Sammlung aufgebaut werden, die in dieser Art einmalig ist. Das gilt auch für einige der Fotografien selbst, die noch nie veröffentlicht wurden. Jüngstes Beispiel dafür sind einige Farbfotografien aus der Bauphase des Ausweichsitzes Nordrhein-Westfalen in Urft (zur Verfügung gestellt durch Familie Röhling von der „Dokumentationsstätte Ausweichsitz Nordrhein-Westfalen“ und zu sehen unter www.bunker-doku.de). Sie zeigen die Arbeiten in verschiedenen Fertigungsabschnitten – von der Erstellung des untersten Geschosses bis zur Fertigstellung der Anlage.
![]() Wie sich die Bilder gleichen: Bau des Bunkers der Bundesregierung am Ortsrand von Dernau.
Über den Bau der Anlage ist heute längst nicht so viel bekannt, wie
über die vergleichbare Umsetzung in Ahrweiler. Der Ergänzung der
Foto-Galerie kommt somit eine wertvolle zeitgeschichtliche Rolle zu,
geht es um die damaligen Vorgänge am Ortsrand des kleinen Eifelortes
Urft. Auch über die Besucher der „Dokumentationsstätte Ausweichsitz Nordrhein-Westfalen“ wird das Wissen um den Bunkerbau und -betrieb ständig größer. So hat die Betreiberfamilie Röhling seit einigen Tagen wertvolle Informationen zur Frage der Standortwahl, die eng mit dem Hermann-Josef-Haus am Fuße des Bunkerkomplexes verbunden ist. Neuigkeiten gibt es auch zur Spionage durch DDR-Kreise hinsichtlich des Zivilschutzes im Landesinnenministerium und zur Bunkeranlage selbst. Hierzu sind umfangreiche Recherchen angelaufen. Wie die Dokumentation des Ausweichsitzes der Landeszentralbank in Satzvey (veröffentlicht im Dezember 2009) oder die aktuelle Veröffentlichung historischer Fotos aus Urft belegen, ist die Aufarbeitung des Kalten Krieges alles andere als abgeschlossen. Einige Bunkeranlagen sind noch immer unbekannt, über andere gibt es kaum Wissen oder sie werden totgeschwiegen – so der Ausweichsitz des Freistaates Bayern. Dessen Existenz wurde jüngst durch das Innenministerium dementiert. Die Geheimhaltung der Akten, so die Erklärung aus München, sei ohnehin nicht aufgehoben. Ein Sonderweg in der Bundesrepublik Deutschland, denn nach den Ländern hat sogar der Bund sein selbsterklärtes Staatsgeheimnis Nummer 1 im Jahr 1998 von allen VS-Graden entbunden. Zwar bemüht die bayerische Staatsregierung die politische Wende im Osten von 1989 als Motiv, sich aus der Kriegs- und Krisenplanung zu verabschieden. Doch Informationen darüber, wie die zu diesem Zeitpunkt aussah, möchte man auch im 20. Jahr der deutschen Wiedervereinigung nicht preisgeben. Da spielt es auch keine Rolle, dass entsprechende Antworten aus München - abgeschickt im Frühjahr 1992 - beim Bund wie auch anderen Bundesländern längst zugänglich sind. Die allerdings besagen zur Existenz eines Ausweichsitzes etwas ganz anderes, als die jüngsten Schreiben vom gleichen Münchener Absender. Für die Macht aus dem Süden offensichtlich noch immer ein heißes Eisen, dieser Kalte Krieg … |






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