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Das öffentliche „Jahr zwei“ eines Staatsgeheimnisses
Mittwoch, 01. Mai 2013

1. und 2. Juni: LZB-Bunker in Satzvey mit umfangreichem Veranstaltungsprogramm

75 Räume bietet der Atomschutzbunker der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen für 103 Personen, darunter das Einzelbettzimmer für den Präsidenten, das am 1. und 2. Juni besichtigt werden kann.
75 Räume bietet der Atomschutzbunker der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen für 103 Personen, darunter das Einzelbettzimmer für den Präsidenten, das am 1. und 2. Juni besichtigt werden kann.

Architekten, die wegen Geheimhaltung wortkarg sind. Familien von Bankangestellten mit „Sonderaufgaben“, die nicht wissen warum der Vater/Ehemann über Jahre einmal wöchentlich abtauchte in geheimen Dienstangelegenheiten. Eine Bundesbank, die immer noch zugeknöpft ist, geht es um ihre Vorbereitungen auf Kriegs- und Krisenfälle der vergangenen 50 Jahre … die Liste der Begleiterscheinungen des Satzveyer Staatsgeheimnisses ist lang. Die Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen unterhielt hier mehr als zwei Jahrzehnte eine geheime Bunkeranlage, über deren Existenz wie auch Aufgaben nichts an die Öffentlichkeit gelangte. 2012 als Dokumentationsstätte eröffnet, wollen die Initiatoren an das erfolgreiche erste Museumsjahr anknüpfen und veranstalten am 1. und 2. Juni ein umfangreiches Informationsprogramm mit Lesungen und Führungen im Bunker. Infos und Anmeldemöglichkeiten: www.bunker-satzvey.de.

Das öffentliche „Jahr zwei“ eines Staatsgeheimnisses

 
www.plan-b-bunker.de
Freitag, 26. April 2013

Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler: Regierungsbunker ist Teil der Regionalgeschichte

Ein Fall für „Plan B.“: Dr. Wilbert Herschbach, Detlev Koch, Michaela Karle und Jörg Diester (von links) bei der Vorstellung in der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Ein Fall für „Plan B.“: Dr. Wilbert Herschbach, Detlev Koch, Michaela Karle und Jörg Diester (von links) bei der Vorstellung in der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Lothar Hujet, Lore Berthel, Egon Karle, Jutta John, Manfred Wagner, Heinz Dieter Brand – sie haben den Regierungsbunker gebaut, in ihm geübt, Teile davon testhalber in die Luft gesprengt und ihn in Schuss gehalten. Die „Altvorderen“ zählten am 24. April zu den mehr als 100 Besuchern, als Detlev Koch im Namen der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und Dr. Wilbert Herschbach für die Dokumentationsstätte Regierungsbunker zur Veranstaltung „50 Jahre Bunkergeschichte“ und Vorstellung des Buches „Plan B.“ begrüßten. Was folgte, war für alle ein unterhaltsamer und spannender Abend. Innere und äußere Sicherheitsringe um Deutschlands Staatsgeheimnis Nummer 1 waren Thema wie auch die Schwierigkeiten in der Bonner Unterwelt bei den NATO-Übungen bis hin zu den zahlreichen Versuchen der DDR-Spionage, all das aufzuklären. Die Autoren Michaela Karle und Jörg Diester gaben Entwarnung: Bei aller Gründlichkeit und Leidenschaft für die Aufarbeitung, hat die ehemalige Bonner Republik einen dicken Brocken Geschichte im Ahrtal zurückgelassen. Die Analyse läuft und „Plan B.“ ist ein interessanter, aber nicht abschließender Teil davon. 272 Seiten Ost-West-Geschichte pur sind auf jeden Fall ein satter Sprung nach vorn. Infos zum Buch: www.plan-b-bunker.de

www.plan-b-bunker.de