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Impressionen rund um den ehemaligen Regierungsbunker
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Hinweise! - Fragen?

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Henrik    17 Oktober 2010 13:13
Hallo, wir sind vom 12.-14.November in Bonn. Ist die Dokumentationsstätte dann noch für Einzelbesucher geöffnet? Wann beginnt die Winterpause?
Antwort der Redaktion Antwort der Redaktion:
Das Museum ist am 13./14. November noch zu seinen Öffnungszeiten von 10.00 Uhr – 18.00 Uhr zu besichtigen. Letzter Einlass ist 16.30 Uhr. Die Winterpause beginnt am 15. November und endet am 26. März 2011.

Rudolf Anton    10 September 2010 19:08
Hallo,

bevor ich das Museum besucht habe hatte ich Ihre Fotogalerie bereits mehrmals durchgeguckt und -gelesen. Die untertitelten Bilder geben einen fantastischen Eindruck des Gigantismus´ aber auch der Skurilität der Anlage während ihrer aktiven Zeit. Aufgrund dessen habe ich mir die meisten heute noch existierenden Außenbauwerke angeschaut und finde es durchaus sehr schade, dass man in diese nicht ab und an auch mal reinschnuppern kann.
Meine Frage: Womit wurden zur aktiven Zeit die skurilen grün-grauen Betonklötze mit Panzerglasfenster in Dernauer Wohnstraßen erklärt? Was passierte, wenn man als Spaziergänger über den Kux- oder Trotzenberg spazierte und mitten im Wald auf so ein Entlüftungshäuschen stieß? Lief da überall Wachschutz rum und wie ist die Bevölkerung damit umgegangen?
Antwort der Redaktion Antwort der Redaktion:
Hallo,

auf die Frage hat man allgemein im Ahrtal mit: "Der Bunker" geantwortet. Die Widersprüchlichkeit aus Geheimhaltung und öffentlicher Wahrnehmung ist greifbar, aber die "wahre" Geheimhaltung hat sich für die Verantwortlichen in den Ministerien nicht auf einem Waldweg oder vor einer Panzergalsscheibe abgespielt. Das würde sie auch heute nicht tun. Damals lief "da" tatsächlich überall Wachschutz rum und man hat Leuten, die heimlich fotografiert haben, auch hin und wieder den Film weggenommen. Die Anlage, der Umgang damit und auch die heutige Wahrnehmung waren/sind sicherlich skurril. Ernst nehmen sollte man dennoch die Gründe und Motive ihrer Errichtung. Das alles ist ein Stück Zeitgeschichte, das die Dokumentationsstätte heute mit ihrer Arbeit vermittelt.

Timo Jordan    17 August 2010 09:37
Guten Tag, weshalb wurde schon bereits im Jahr 1988, also ein Jahr vor dem Fall der Mauer, der Cochemerbunker und deren Ersatz-Geldbestände aufgelöst? Mit freundlichem Gruß aus Franken!
Antwort der Redaktion Antwort der Redaktion:
Hallo,

eine gute Frage, die wie viele andere Fragen auch zum Thema Notstandswährung selbst durch die Bundesbank momentan nicht beantwortet werden kann. Organisatorisch ist die Entwicklung und Lagerung der Serie BBk II der Notstandsplanung des BMI zuzuordnen - in diesem Fall umgesetzt durch das BMF. Die entsprechenden Unterlagen konnten bisher wegen der anhaltenden VS-Auflagen nicht bearbeitet werden. Damit liegt keine gesicherte Antwort auf die gestellte Frage vor. Die bislang geläufige Antwort, das Geld sei nicht mehr fälschungssicher gewesen, ist ein wenig zweifelhaft, denn die Parallelwährung BBK I war als Zahlungsmittel wesentlich anfälliger gegen Fälschungen (da bekannt) und blieb bis 1990 in allen Notierungen Zahlungsmittel, wurde dann bis 1992 ersetzt. Eher wahrscheinlich ist, dass die Bewertung der politischen und auch wirtschaftlichen Lage 1988 eine Notstandswährung überflüssig machte. Außerdem musste die fiskalische Menge von BBk II und BBk I identisch sein. Da der Umlauf der BBk I durch permanenten Nachdruck von Noten ständig stieg, war die BBk II höchstwahrscheinlich als Ersatzwährung etwas ins Hintertreffen geraten, denn wenigstens in Cochem wurde ab 1970 kein neues Geld mehr eingelagert. Ob die Bundesbank an anderen Standorten neue BBk II-Notierungen einlagerte, ist nicht bekannt und eher unwahrscheinlich. Über einen Ersatz der Ersatzwährung ab 1988 ist ebenfalls nichts bekannt. Sollte es ihn aber geben, dann bereits vor Dezember 1988, denn zum Jahresende wurde die gesamte Menge an BBk II vernichtet und es hätte zu diesem Zeitpunkt keine Notstandswährung mehr gegeben. Eine Weisung zur Aufgabe dieses Bereiches muss aus dem BMI erfolgt sein - auch diese Unterlagen sind bis 2018 gesperrt.

Die Aufarbeitung zur BBk II läuft aktuell - und das parallel über mehrere Initiatoren. Wir hoffen, dass in den nächsten Monaten einiges neues Wissen vorliegt.


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