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Hinweise! - Fragen?

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Andreas Walter    14 Januar 2009 19:06
Lob und Anerkennung für die Aktualisierung und die hervorragende Berichterstattung auf dieser Seite. Klasse! Weiter So!

Günter Kochs    12 Januar 2009 20:39
Der BGS war wie allgemein bekannt für die Bewachung zuständig. Frage : Wozu beauftragte man dann noch zusätzlich einen privaten Sicherheitsdienst mit dem Objektschutz ?
Antwort der Redaktion Antwort der Redaktion:
Hallo,

der Bundesgrenzschutz war für die Sicherung der Zugänge und die innere Sicherheit der Anlage verantwortlich, während der Übungen verstärkt durch Bonner Feldjäger. Doch bereits während der Bauzeit wurde der Bunker zur „schutzbedürftigen Anlage“ erklärt und die Bewachung öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt der „Schutz- u. Streifendienst Hans Liebrich GmbH & Co. KG“ aus Kaiserslautern. Doch auch nach Abschluss der Bauarbeiten wurde die Bewachung der sensiblen, oberirdischen Bunkerflächen (Zu- und Abluftbauwerke, Wegenetz über der Anlage) für eine Bewachung ausgeschrieben – auch hier erhielt das Unternehmen Liebrich den Auftrag und nahm ihn bis Dezember 1997 wahr. Was den privaten Wachdienst allerdings von BGS und den Feldjägern markant unterschied: Die 25 eingesetzten Wachleute durften den Bunker in über 30 Jahren Wachdienst nicht betreten, sollten das Innenleben der Liegenschaft, die sie zu bewachen hatten, auch gar nicht kennen. Es ist davon auszugehen, das die Einschaltung der Privatwirtschaft bei der Bewachung Kostengründe hatte – wie auch die der Reinigung in der Anlage. Ganz ungefährlich war der Wachdienst nicht – weniger auf radikale Agenten oder aufdringliche Friedensaktivisten zurück zuführen. So kam es am 27. Januar 1965 zu einem Todesfall. Das Fahrzeug einer Baufirma war im Schnee am Wachposten der Zufahrt Süd (Auffahrt Richtung Plateau Mischplatz) von der Fahrbahn gerutscht und verletzte den 39-jährigen Wachmann tödlich. Das das Bundesinnenministerium die Bewachung des Ausweichsitzes personell überdurchschnittlich betrieb, ist aus heutiger Sicht sogar verständlich: Die geheimen Rosenholz-Akten der Staatssicherheit, Hauptverwaltung Aufklärung, führen den Regierungsbunker auf Listenplatz 7 der zu erkundenden Einrichtungen auf dem ehemaligen Gebiet der BRD. Die Liste endet in der Nummerierung mit Ziffer 860.

Dietmar Krupp    08 Dezember 2008 14:25
Laut Ihrem Beitrag "Geheim, Streng Geheim, Regierungsbunker" gibt es angeblich einen unterirdischen Weg nach Bonn.
Von den Gästeführern wird dies verneint.

Was stimmt denn nun???
Antwort der Redaktion Antwort der Redaktion:
Hallo,

die angesprochene unterirdische Verbindung besteht theoretisch aus dem alten Abwassersystem, das unter "Geheim" und als bundeseigenes Entsorgungsnetz errichtet wurde und längst in Vergessenheit geraten ist, aber noch immer existiert. Es mündet in Ahrweiler in ein Klärwerk, in das wiederum Abwässer aus dem Bonner Raum geleitet wurden. Dieser unterirdische Zusammenhang ist die einzig bisher "erklärbare" Verbindung zwischen Bonn und Marienthal und bezieht sich in erster Linie auf die immer wieder durch "geheimverpflichtete" Besucher der Dokumentationsstätte Regierungsbunker ins Spiel gebrachte Tunnelverbindung, durch die diese des öfteren aus Bonn ins Ahrtal gelangt sein wollen. In welcher Funktion und wo man auf beiden Seiten den Tunnel betreten kann, verraten sie natürlich nicht. Die Gästeführer liegen also völlig richtig mit ihrer Antwort und haben nun ihrerseits eine tolle (und sogar wahre) Story, die sie erzählen können ...


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